EPS-Vektorgrafiken

EPS-Vektorgrafiken

 

Das Prinzip ist folgendes:

Die EPS-Datei besteht aus Vektoren im PostScript-Code, der nur von einem PostScript-Prozessor (RIP) verarbeitet werden kann, jedoch nicht am Bildschirm gerastert wird (Ausnahme: das Display PostScript im Betriebssystem NextStep). Deswegen sollte eine EPS-Datei zusätzlich auch eine Bildschirmvoransicht enthalten, die beim Platzieren im Layoutprogramm erkennen lässt, was drin ist. (Auch hier gibt es Ausnahmen: die Adobe-Programme PageMaker und neuerdings InDesign erzeugen die Voransicht selbst.)

Die Qualität der Voransicht ist für das Druckergebnis nicht maßgeblich – vorausgesetzt, es wird ein PostScript-Drucker verwendet. Das Layoutprogramm fügt den PostScript-Code der EPS-Datei in seine Druckdaten ein, die Rasterung übernimmt das Ausgabegerät.

Das ist der Vorteil und zugleich der Nachteil der PostScript-Technologie, die sich im Druckgewerbe als Standard durchgesetzt hat:
Die Grafik wird mit Vektoren dargestellt, die die Konturen beschreiben, und mit einer Anweisung zur Füllung der Konturen versehen. Die Rasterung der Grafik in Bildpunkte erfolgt dann in der Auflösung des Ausgabegeräts, das sind bei einem Satzbelichter üblicherweise 2400 dpi.

Die Grafik, deren Datenmenge aufgrund der Vektorbeschreibung gering ist, kann auf diese Weise in beliebiger Skalierung in höchster Auflösung scharf ausgegeben werden, während bei einem Pixelbild jeder einzelne Bildpunkt in der Datei selbst beschrieben werden muss, was bei hohen Auflösungen entsprechend hohe Datenmengen verursacht, wobei die hohe Auflösung bei einer Vergrößerung der Grafik natürlich proportional heruntergesetzt wird bis zur Entstehung von “Treppen”.
Der Nachteil ist andererseits eben der, dass ein PostScript-Ausgabegerät verwendet werden muss, das nicht jeder hat.

 

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